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Evivo sendet ein Lebenszeichen
Spielbericht Generali Haching – evivo Düren, 15. Januar 2012, Bundesliga
Ein überraschender Satzgewinn, ein weiterer Verletzter und am Ende doch die allseits befürchtete und erwartete Niederlage. So lässt sich der Auftritt von evivo Düren am Sonntag in Unterhaching kurz zusammenfassen. Unsere Mannschaft unterlag bei Generali Haching mit 1:3 und sendete trotzdem ein deutliches Lebenszeichen, weil sie gegen den designierten deutschen Meister 2012 eine starke Leistung zeigte. Erst die verletzungsbedingte Auswechslung von Joe Deimeke, der sich in die Reihe der medizinischen Probleme hinter Stefan Hübner, Fabian Kohl und Tim Elsner einreihte, brachte Düren aus dem Rhythmus und Haching zurück ins Spiel.
Zu Beginn der Partie konnte man nicht erkennen, warum unser Team derzeit nur auf dem neunten Platz der Bundesliga-Tabelle steht. Bei 3:2 gingen die Gäste erstmals in Führung und erhöhten diese allmählich bis auf vier Punkte (13:9). Von einem Zwischensprint der Hachinger, die bei der zweiten Auszeit 16:15 vorne lagen und anschließend auf 21:18 erhöhten, ließen sie sich nicht beeindrucken. Düren nutzte den ersten Satzball zum 25:23 und sorgte dafür, dass die Gastgeber zum zweiten Mal in dieser Saison einen Satz gegen evivo abgeben mussten. Damit sind wir für ein Drittel aller Satzverluste der Hachinger in der laufenden Bundesliga-Saison verantwortlich. Keine schlechte Bilanz für einen Verein, für den zuletzt Niederlagen gegen Mannschaften wie Gotha oder Spergau fast schon zur Gewohnheit geworden waren. Jetzt konnten wir hingegen sehen, dass unser Team auch unter schwierigen Voraussetzungen zu starken Leistungen fähig ist.
Die Beschreibung des zweiten Durchgangs an diesem Sonntag lässt sich auf eine Auswechslung reduzieren. Nicolai Kracht kam für Joe Deimeke ins Spiel. Der US-Amerikaner war umgeknickt und vergrößerte die ohnehin schon großen medizinischen Sorgen, die evivo seit Wochen und Monaten begleiten. Die Unruhe durch den personellen Wechsel beendete vorerst den starken Auftritt der Dürener, die sich zuvor ein 6:3 erspielt und nach einem 8:11 auf 13:14 herangekämpft hatten. Über 14:20 ging der Satz am Ende ziemlich deutlich mit 16:25 verloren.
Trotzdem gab sich evivo noch nicht geschlagen. Vor den Augen des Sternekochs Alfons Schuhbeck wollten die Gäste dem Topfavoriten ein weiteres Mal in die Suppe spucken. Im dritten Satz gelang tatsächlich eine starke Aufholjagd. Aus einem 6:11 wurde schnell ein Gleichstand bei 15:15 und bis zum 18:19 durften die evivo-Fans auf die nächste Überraschung hoffen. Leider zeigte Haching dann mit sechs Punkten in Folge seine Qualitäten. Im letzten Viertel des Spiels ließen sich die Bayern auch von einem schnellen 0:3-Rückstand nicht mehr stoppen und gewann 25:15. Die Partie verlief am Ende so, wie es eigentlich von Beginn an zu befürchten war, wenn der Tabellenneunte mitten in einer sportlichen Krise auswärts auf den ungeschlagenen Tabellenführer trifft.
Das nächste Spiel gegen eine deutlich überlegene Mannschaft steht bereits am kommenden Sonntag auf dem Programm. Düren empfängt den Serienmeister aus Friedrichshafen. Mit einer starken Leistung wie im Münchener Vorort könnte evivo es wieder schaffen, einen Giganten zu ärgern. Immerhin hat der VfB schon drei Spiele und sieben Sätze mehr verloren als Haching. Wenn wir in unserer Arena eine meisterliche Stimmung erzeugen, erleben wir vielleicht eine Überraschung. Totgesagte leben schließlich länger.
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evivo-Berichte im Rückblick
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